Nicht so geheime Zutat (2) Erkenntnis
7. Juli 2024

Nicht so geheime Zutat (2) Erkenntnis

Manche Werte, von denen im Neuen Testament die Rede ist, scheinen heute nicht mehr viel wert zu sein. Ganz anders ist bei der "Erkenntnis". Wissen wird heute mindestens so sehr geschätzt wie damals. Aber was meinen die neutestamentlichen Autoren genau, wenn sie von "Erkenntnis" sprechen?

2. Petrus 1
5 Darum setzt alles daran, dass zu eurem Glauben Charakterfestigkeit hinzukommt und zur Charakterfestigkeit geistliche Erkenntnis, 6 zur Erkenntnis Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung Standhaftigkeit, zur Standhaftigkeit Ehrfurcht vor Gott, 7 zur Ehrfurcht vor Gott Liebe zu den Glaubensgeschwistern und darüber hinaus Liebe zu allen Menschen. 8 Denn wenn das alles bei euch vorhanden ist und ständig zunimmt, wird euer Glaube nicht untätig und nicht unfruchtbar bleiben, und ihr werdet Jesus Christus, unseren Herrn, immer besser kennen lernen.

Kolosser 2
8 Nehmt euch vor denen in Acht, die euch mit einer leeren, trügerischen Philosophie einfangen wollen, mit Anschauungen rein menschlichen Ursprungs, bei denen sich alles um die Prinzipien dreht, die in dieser Welt herrschen, und nicht um Christus. [. . . ] 16 Niemand soll euch also Vorhaltungen machen wegen dem, was ihr esst oder trinkt oder was ihr an den Festen, am Neumondstag oder am Sabbat tut. 17 Das ist doch alles nur ein Abbild und ein Schatten der Dinge, die Gott angekündigt hatte und die in Christus Wirklichkeit geworden sind. 18 Lasst euch das Heil von niemand absprechen, der sich darin gefällt, in vorgespielter Demut nicht Gott selbst anzubeten, sondern die Engel, und der sich dafür auf irgendwelche Visionen beruft, die er angeblich gehabt hat. [ . . . ]

Johannes 1
1 Am Anfang war das Wort; das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Der, der das Wort ist, war am Anfang bei Gott. 3 Durch ihn ist alles entstanden; es gibt nichts, was ohne ihn entstanden ist. 4 In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht der Menschen. 5 Das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.

2. Korinther 4
5 Bei unserer Verkündigung geht es schließlich nicht um uns, sondern um Jesus Christus, den Herrn (es geht um Jesus, immer und immer wieder. Alles dreht sich um IHN!); wir sind nur Diener – eure Diener, weil Jesus uns damit beauftragt hat. 6 Denn derselbe Gott, der gesagt hat: »Aus der Finsternis soll Licht hervorstrahlen!«, der hat es auch in unseren Herzen hell werden lassen, sodass wir in der Person von Jesus Christus den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit erkennen.

1. Korinther 1
4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus: 5 In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort und aller Erkenntnis, 6 wie denn das Zeugnis des Christus unter euch gefestigt worden ist. (ELB)

2. Petrus 1
1 Simeon Petrus, Diener und Apostel Jesu Christi, an alle, die den gleichen kostbaren Glauben empfangen haben wie wir – einen Glauben, der uns aufgrund der Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus geschenkt ist. 2 Ich wünsche euch, dass ihr Gott und unseren Herrn Jesus immer besser kennen lernt und dadurch in immer größerem Maß Gnade und Frieden erfahrt. 3 In seiner göttlichen Macht hat Jesus uns alles geschenkt, was zu einem Leben in der Ehrfurcht vor ihm nötig ist. Wir haben es dadurch bekommen, dass wir ihn kennen gelernt haben – ihn, der uns in seiner wunderbaren Güte zum Glauben gerufen hat.

Johannes 17
3 Und das ewige Leben zu haben heißt, dich zu kennen, den einzigen wahren Gott, und den zu kennen, den du gesandt hast, Jesus Christus.

2. Petrus 1, 5-8

1. Falsche Erkenntnis
Kolosser 2, 8 + 16-18

2. Echte Erkenntnis
Johannes 1, 1-5 // 2. Korinther 4, 5-6 // 1. Korinther 1, 4-6 (ELB)

3. Das Ziel der Erkenntnis
2. Petrus1, 1-3 // Johannes 17, 3

Fragen zum Weiterdenken:
1. Welche Rolle hat das Stichwort "Erkenntnis" bisher für dich in deinem Glaubensleben gespielt?

2. Zur Zeit des neuen Testamentes gab es verschiedene Gruppen ("Gnosis"), die eine "tiefere" Erkenntnis neben dem Evangelium predigten (z.B. 1. Tim. 6,20). Was wäre heute damit vergleichbar, und welche Probleme gehen davon aus?

3. Lies 1. Kor. 1,4-6 und 2. Kor. 4,6 - wie reagiert Paulus hier auf derartige Irrlehren? Was können wir dadurch lernen?

4. Gott zu kennen, in einer immer tiefer wachsenden, engen Beziehung mit Gott zu leben, das ist für Petrus sehr wichtig, wie man am Anfang seines zweiten Briefes sieht (2. Petrus 1,2-3). Wie können wir dies praktisch umsetzen?

5. Welche Auswirkungen haben diese Überlegungen darauf, wie wir mit Bekannten über den Glauben sprechen?

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