26. September 2021

Römer 4 – Hausregeln

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Jede Familie, jeder Verein, jede Gruppe hat irgendwelche Regeln, die dort einfach gelten. Manche verschriftlicht, manche aus unausgesprochen. Das gilt auch für das Gottes Familie. Nachdem Paulus klargestellt, dass jeder Mensch Rettung braucht (egal, ob sie Gottes "Regeln" schon kannten oder nicht), geht er nun der Frage nach, welche Rolle seine Regeln überhaupt spielen? Man kann sie nämlich richtig und leider aus sehr falsch einsetzen.

Römer 2
17 Nun gut, du kannst von dir sagen, dass du ein Jude bist. Du fühlst dich sicher, weil du das Gesetz hast, und bist stolz darauf, den wahren Gott zu kennen. 18 Du kennst seinen Willen und hast ein sicheres Urteil in allen Fragen, bei denen es um Gut und Böse geht, weil du dich im Gesetz auskennst. 19 Du bist überzeugt, dass es dein Auftrag ist, ein Führer der Blinden zu sein und ein Licht für die, die in der Finsternis sind, 20 ein Erzieher derer, denen es an Einsicht fehlt, und ein Lehrer der Unwissenden. Schließlich besitzt du ja das Gesetz, den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit. 21 Wenn du nun andere belehrst, warum dann nicht auch dich selbst? Du predigst, man dürfe nicht stehlen; warum stiehlst du dann? 22 Du sagst, man solle die Ehe nicht brechen; warum brichst du sie dann? Du verabscheust die Götzen; warum bereicherst du dich dann an ihnen, indem du ihre Tempel plünderst? 23 Du redest voller Stolz vom Gesetz, und gleichzeitig brichst du es und raubst Gott damit die Ehre, 24 genau wie es in der Schrift heißt: »Euretwegen wird der Name Gottes bei den Völkern in den Schmutz gezogen.« 25 Auch die Beschneidung nützt dir nur etwas, wenn du nach dem Gesetz lebst. Wenn du tust, was das Gesetz verbietet, bist du in Wirklichkeit nicht mehr ein Beschnittener, sondern ein Unbeschnittener. 26 Und ist es umgekehrt nicht genauso? Wenn ein Unbeschnittener so lebt, wie es der vom Gesetz geforderten Gerechtigkeit entspricht, gilt er – unbeschnitten wie er ist – vor Gott als ein Beschnittener. 27 Was seine Herkunft betrifft, gehört er nicht zu denen, die beschnitten sind, aber er erfüllt das Gesetz und wird daher über dich zu Gericht sitzen, denn obwohl du als Jude den genauen Text des Gesetzes besitzt und beschnitten bist, lebst du nicht nach dem Gesetz. 28 Nicht der ist nämlich ein Jude, der es nur nach außen hin ist, und die wirkliche Beschneidung ist nicht die, die äußerlich sichtbar am Körper vollzogen wird. 29 Ein wahrer Jude ist der, der es im Innersten seines Wesens ist, und die wahre Beschneidung ist die, die am Herzen geschieht. Sie kommt nicht durch die äußerliche Befolgung einer Gesetzesvorschrift zustande, sondern ist das Werk des Heiligen Geistes. Das Lob, das der erhält, der in diesem Sinn Jude ist, kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

1. Wozu diese Regeln nicht da sind
Römer 2,17-21

2. Wozu diese Regeln da sind
Römer 2,21-27

3. Warum das nicht deprimierend ist
Römer 2,28-29

Fragen zm Weiterdenken:
1. Welche Rolle haben Regeln in deiner Kindheit gespielt? Kannst du dich an bestimmte "Hausregeln" erinnern?
2. Wie siehst du Regeln - eher positiv / hilfreich oder negativ / einengend? Nenne Beispiele
3. Was die "Regeln" Gottes angeht (sein Gesetz) zeigt uns Röm. 2,17-29, dass es mehrere falsche Wege gibt, mit diesen Regeln umzugehen. Vor allem sind sie keine Checkliste, anhand derer wir Gott zeigen können, wie gerecht wir sind. Kannst du den Impuls nachvollziehen, Gott zeigen zu wollen wie gerecht man ist? Was könnte dahinter stecken? Wie erlebst du das?
4. Gottes Gesetz ist ein Spiegel, der uns zeigt, wie wenig gerecht wir tatsächlich sind. Wie hilft uns Vers 29, dass wir an diesem "Spiegel" nicht verzweifeln sondern dass er sogar Ausgangspunkt zur Freunde ist?

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