12. Juni 2022

Gott finden – Wie kann ich an einen unsichtbaren Gott glauben?

Prediger/in:
Predigtreihe:

Wie sollte ich heute noch an etwas glauben, was man weder sehen, noch irgendwie anders mit seinen Sinnen vollkommen beweisen und erkennen kann? Ist so ein Glaube nicht naiv und überholt? Etwas, was Menschen vor 500 Jahren noch als Hilfe brauchten, um sich die Welt zu erklären, aber wir heute doch hinter uns lassen können?

Hebräer 11
1 Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein
von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge. 2 Weil unsere Vorfahren diesen Glauben hatten, stellt Gott ihnen in
der Schrift ein gutes Zeugnis aus. 3 Wie können wir verstehen, dass die Welt durch Gottes Wort entstanden ist?
Wir verstehen es durch den Glauben. Durch ihn erkennen wir, dass das Sichtbare seinen Ursprung in dem hat,
was man nicht sieht. 4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch ihn erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht sei, indem Gott über seine Gaben Zeugnis ablegte, und durch ihn redet er noch, obwohl er gestorben ist. 5 Durch Glauben wurde Henoch entrückt, sodass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, dass er Gott wohlgefallen hatte. 6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen. 7 Durch Glauben baute Noah, als er eine göttliche Weisung empfangen hatte über die Dinge, die man noch nicht sah, von Gottesfurcht bewegt eine Arche zur Rettung seines Hauses; durch ihn verurteilte er die Welt und wurde ein Erbe der Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens. 8 Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. 9 Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf wie in einem fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; 10 denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. 11 Durch Glauben erhielt auch Sarah selbst die Kraft, schwanger zu werden, und sie gebar, obwohl sie über das geeignete Alter hinaus war, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte. 12 Darum sind auch von einem Einzigen, der doch erstorben war, Nachkommen hervorgebracht worden, so zahlreich wie die Sterne des Himmels und wie der Sand am Ufer des Meeres, der nicht zu zählen ist. 13 Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt, und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden; 14 denn die solches sagen, geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen. 15 Und hätten sie dabei jenes im Sinn gehabt, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie ja Gelegenheit gehabt, zurückzukehren; 16 nun aber trachten sie nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.

Hebräer 12
1 Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, 2 indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. 3 Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!

1. Die Herausforderung des Glaubens
Hebräer 11,1-3

2. Die Auswirkung des Glaubens
Hebräer 11, 4-12 & Hebräer 11,13-16

3. Die Sicherheit des Glaubens
Hebräer 12,1-3

Fragen zum Weiterdenken:
1. Lest Hebr. 11,1: Wie gut kannst du diese Herausforderung aushalten, die für Gott beim Glauben unumgänglich ist? Was ist deine Reaktion, wenn du Gott nicht in deinem Leben erkennen kannst oder ihn gerade nicht verstehst?

2. Lest zusammen Hebräer 11,4-40: Was bedeuten diese Beispiele für deine Hoffnung im Glauben? Was war der Punkt, bei dem die Menschen Gottes Wirken am meisten erlebt haben? Wie wirkt sich der Glauben bei dir aus?

3. Gott beschreibt unser Leben im Glauben als ein Pilgern, ein Fremdling-sein auf dieser Erde (V. 13). Wie sehr charakterisiert das deinen Alltag? Wie würde es aussehen, wenn du wirklich alle Bereiche deines Lebens darauf ausrichtest?

4. Im 12. Kapitel bringt der Hebräerbrief Jesus als den Anfänger und Vollender des Glaubens ins Spiel. Was bedeutet das und wie kann Jesus die Sicherheit bei dem sein, was wir von Gott noch nicht sehen oder verstehen können? Wie können wir Mut daraus ziehen, weiter an Gott dranzubleiben?

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