24. April 2022

Der seltsamste Chef und was das mit mir zu tun hat

Prediger/in:

Gott ist erstaunlich. Er ist an vielen Stellen so anders als wir. Und das gerade wenn es um Gnade und Güte geht.

Matthäus 20
1 »Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der sich früh am Morgen aufmachte, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. 2 Er fand etliche und einigte sich mit ihnen auf den üblichen Tageslohn von einem Denar. Dann schickte er sie in seinen Weinberg. 3 Gegen neun Uhr ging er wieder auf den Marktplatz und sah dort noch andere untätig herumstehen. 4 ›Geht auch ihr in meinem Weinberg arbeiten!‹, sagte er zu ihnen. ›Ich werde euch dafür geben, was recht ist.‹ 5 Da gingen sie an die Arbeit. Um die Mittagszeit und dann noch einmal gegen drei Uhr ging der Mann wieder hin und stellte Arbeiter ein. 6 Als er gegen fünf Uhr ein letztes Mal zum Marktplatz ging, fand er immer noch einige, die dort herumstanden. ›Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?‹, fragte er sie. 7 ›Es hat uns eben niemand eingestellt‹, antworteten sie. Da sagte er zu ihnen: ›Geht auch ihr noch in meinem Weinberg arbeiten!‹ 8 Am Abend sagte der Weinbergbesitzer zu seinem Verwalter: ›Ruf die Arbeiter zusammen und zahl ihnen den Lohn aus! Fang bei den Letzten an und hör bei den Ersten auf.‹ 9 Die Männer, die erst gegen fünf Uhr angefangen hatten, traten vor und erhielten jeder einen Denar. 10 Als nun die Ersten an der Reihe waren, dachten sie, sie würden mehr bekommen; aber auch sie erhielten jeder einen Denar. 11 Da begehrten sie gegen den Gutsbesitzer auf. 12 ›Diese hier‹, sagten sie, ›die zuletzt gekommen sind, haben nur eine Stunde gearbeitet, und du gibst ihnen genauso viel wie uns. Dabei haben wir doch den ganzen Tag über schwer gearbeitet und die Hitze ertragen!‹ 13 Da sagte der Gutsbesitzer zu einem von ihnen: ›Mein Freund, ich tue dir kein Unrecht. Hattest du dich mit mir nicht auf einen Denar geeinigt? 14 Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal dem Letzten hier genauso viel geben wie dir. 15 Darf ich denn mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so gütig bin?‹ 16 So wird es kommen, dass die Letzten die Ersten sind und die Ersten die Letzten.

Matthäus 20,3+4
1. Nörgeln

2. Groll
1. Johannes 3,1

3. Verurteilen
Matthäus 20,12

Fragen zum Weiterdenken:
1. Lies noch einmal Matthäus 20,1-16. Was ist so ärgerlich an diesem Chef?

2. Wie sehr und wo kannst du ablesen, dass dein Leben ganz praktisch von der Gnade Gottes motiviert ist? Welchen Unterschied würdest du erwarten, wenn die Gnade Gottes deinen Alltag mehr motiviert?

3. Es scheint möglich zu sein, an Gott zu glauben und in seinem Glauben sehr selbstzentriert zu werden. Wie kann ich das verhindern? Oder anders: Nörgeln, Groll, Verurteilen, siehst du bei dir da ein geistliches Risiko? Wenn ja, warum?

4. Welche Schritte könntest du in den nächsten zwei Wochen gehen, damit Gottes Gnade noch mehr deinen Alltag bestimmt?

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